Aus dem Leben von Frau S.

Das schnelle Leben Oktober 7, 2007

Einsortiert unter: einfach ich,meine rede — monischroeder @ 6:42 pm

Krasse Sache.

Schaute mir gerade meine Blog-Statistik an und verfiel in tiefe Trauer, da anscheinend alle Welt besseres zu tun hat als meinen Blog zu lesen (*träller* kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich…). Auf der anderen Seite lese ich auf vielen Blogs keine neuen Einträge mehr, was mich zu der Überlegung kommen lässt, welches Motivationstier gerade am Drücker ist – der Schweinehund oder der Bock? Vielleicht auch der Siebenschläfer, weil man sich seit Neustem sieben Tage in der Woche vermehrt aufs Ohr hauen muss (aua!), um sich von der vielen Arbeit zu erholen. Geht zumindest meiner Wenigkeit so. Wenn man nur noch damit beschäftigt ist von einem Termin zum anderen zu hetzen oder jedem Trend hinterher zu jagen (heut ICQ, morgen der Blog und übermorgen das studivz), dann brauche man sich nicht wundern, wenn plötzlich schon wieder Weihnachten ist. Apropos Weihnachten: obwohl wir auch schon die ersten Aldi-Lebkuchen im Schrank liegen haben (neben den Schoko-Weihnachtsmännern vom letzten Jahr), bekomme ich die Oberkrise, wenn Anfang September bereits das ganze Weihnachtssortiment im Supermarkt aufgebahrt wird, obwohl der Sommer noch in vollem Gange ist. Wahrscheinlich deshalb, weil im November und Dezember alle Welt schon so in den vorweihnachtlichen Shoppingrausch gezogen wurde, dass zum Lebkuchenessen gar keine Zeit mehr bleibt.

Je älter ich werde, umso mehr habe ich den Eindruck, dass die Zeit schneller vergeht. Habe in den letzten Wochen die ersten Kapitel des Buchs “Leben mit Vision” gelesen und bin zu der umwerfenden und grandiosen Erkenntnis gekommen, dass es damit zusammenhängt, wie ich meine Zeit fülle. Gerade wenn ich denke, das Leben rast an mir vorbei, muss ich überlegen, ob ich mein Dasein mit den richtigen Dingen fülle. “Work-Life-Balance” heißt ein Begriff aus dem Buch “Wenn du es eilig hast, gehe langsam”. Gerade heute habe ich überlegt, mit was ich eigentlich meine vergangenen fünf Ehejahre zugebracht habe. Einserseits ist es schön, das Gefühl zu haben, man hätte erst gestern den Weg zum Traualtar beschritten, andererseits ist es erschütternd zu realisieren, dass ich tatsächlich schon so lange im Hafen der Ehe verweile.

Es ist Zeit vom Gas zu gehen und mal wieder einen Blick aus dem Fenster zu werfen!

 

Eine Antwort zu „Das schnelle Leben“

  1. heyho frau s. :-D
    das “blog-einschlafen” is mir auch aufgefallen… habe es jetzt auch endlich mal wieder geschafft, was zu posten… is eher zum nachdenken, aber ich werd wohl noch einen kleinen bericht hinterherschieben, wie es mir so ergeht als ersti ^^
    werde wohl bald gelegenheit bekommen mir deine worte zu herzen zu nehmen ;-)
    ganz liebe grüße!
    Natalie


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