

Manche mögen gedacht haben, ich hätte mich auf eine einsame Insel verkrochen, um mein erstes Buch zu schreiben. Die Überlegung, ich sei in einen Winterschlaf verfallen, ist dagegen gar nicht so schlecht. Aber leider auch nicht wahr. Denn wenn das wahr wäre, würde wohl jetzt an meiner Stelle ein müslifressendes Monster sitzen, das Milch liebt und Nanogramme, einen ganzen Samstag vertrödeln kann und dessen zu Herzen gehender Lieblingsroman gerade „Die Teerose“ von Jennifer Donnelly ist. Ein Glück, dass keine Ähnlichkeit zu mir besteht. Auch wenn ich gerade sehr gerne früh zu Bett gehe, um zu schmökern oder um doch gleich nach der zweiten Seite einzuschlafen, bin ich keineswegs aus der Schreibszene verschwunden. Zu viel zu tun, lautet wohl die inakzeptable Ausrede. Nämlich damit, meinen aktuellen Lieblingsblog eines bisher unentdeckten Künstler mit Namen „Minimaus“ zu lesen. Damit hätte ich mich wohl auch noch eine Zeit druchmogeln können, wenn da nicht gerade ein distanzloser Charmeur mit der Haarfarbe unseres Sofas (sorry!) auf demselben sitzen würde, nur um mir zu sagen, dass er zu meinen treusten Fans zählt. Das fordert also eine angemessene Reaktion. Hier ist sie – um in den Worten von Marius zu sprechen, von dem ich zum Glück keine CD besitze: „Ich bin wieder hier in meinem Revier. War nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.“
So, Schluss mit dem Verstecki-Spielen, das in Pausen auf dem Grundschulpausenhof übrigens üble Konflikte auslösen kann – wer hätte das gedacht. Willkommen im Jahr 2008 mit dem Titelthema „Leben“. Was das Leben von Frau S. dieses Jahr zu bieten hat? Keine Ahnung! Aber ich bin guter Hoffnung – grins!